Finaltag der Salzburger Landesmeisterschaften

Der Freitag der Georgenberg Masters steht ganz im Zeichen der Finalprüfungen der Salzburger Landesmeisterschaften 2014. Bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen  wurde in die Entscheidung der Pony – Jugend Meisterschaft gestartet, eine Pony Standard Springprüfung der Klasse A stand am Programm. Am ersten Tag waren insgesamt 8 Reiter fehlerfrei geblieben, somit war für Spannung gesorgt.

 

 

Pony

Zwei junge Damen schafften auch in dieser anspruchsvollen Finalprüfung eine fehlerfreie Runde, nämlich Verena Eckschlager auf Princess Beauty sowie Sophie Chistee auf Ali 6. Somit war klar, die Entscheidung um die Goldmedaille fällt erst im Stechen. Auch dort lieferten die beiden Nachwuchsreiterinnen astreine Runden ab, Verena Eckschlager mit Princess Beauty konnte sich mit der besseren Zeit die Goldmedaille sichern. Silber ging somit an Sophie Chistee mit Ali 6.

Auch die Entscheidung um den 3. Rang der Salzburger Meisterschaft Pony –Jugend musste im Stechen entschieden werden, da sowohl Felix Katzelberger mit Ringwood Tayto, Marlene Falle mit Blanket sowie Sally Zwiener mit Express  Clanyard Bay jeweils einen Fehler am Konto hatten. Und hier hatte Felix Katzelberger die Nase vorn, eine fehlerfrei Runde in der schnellsten Zeit sicherte ihm Bronze in der Meisterschaft. Rang 4 ging an Marlene Falle und der fünfte Platz an Sally Zwiener.

Die offene Abteilung dieser Ponyspringprüfung der Klasse A ging nach Tirol an Pilar Lugsteiner mit Bright Sun. Platz zwei und drei waren fest in italienischer Hand. Nadia Markart mit Cleopatra sicherten sich den zweiten Platz und Jakob Hochrainer mit Cedrik den dritten Rang.

 

Jugend

Eine Standardspringprüfung der Klasse A in zwei Umläufen brachte heute die Entscheidung in der  Salzburger Meisterschaft der Jugend. Spannung war hier garantiert, da vier junge Damen mit weißer Weste in die Finalprüfung einzogen, nämlich Sally Zwiener, Emma Brandis, Jessica-Marie Klampfer sowie die frischgebackene Pony-Meisterin Verena Eckschlager. Dass es der Parcours heute in sich hatte, zeigte schon der erste Umlauf: Nur Sally Zwiener mit ihrem Colour White gelang eine fehlerfreie Runde. Emma Brandis verbuchte einen Abwurf auf ihrem Konto, Verena Eckschlager hatte zwei Fehler zu verbuchen.

Der zweite Umlauf wurde in gestürzter Reihenfolge gestartet. Verena Eckschlager hatte mit Beda auch in der zweiten Runde zwei Fehler, konnte sich aber mit diesem Gesamtergebnis die Bronzemedaille sichern. Emma Brandis behielt die Nerven und zeigte im zweiten Umlauf eine fehlerfreie Runde mit ihrer Tissa Noblesse, Sally Zwiener und Colour White mussten hingegen einen Abwurf auf ihrem Konto verbuchen. Somit hatten beide Mädels vom Sportreitclub Lamprechtshausen gesamt vier Fehlerpunkte am Konto, die Entscheidung um den Sieg musste somit im Stechen ausgetragen werden.

Emma Brandis eröffnete mit ihrer Schimmelstute Tissa Noblesse das Stechen, und auch hier behielt die junge Dame ihre Nerven und zeigte eine flotte fehlerfreie Runde. Somit war für Sally Zwiener klar: null und schnell musste sie mit ihrem Colour White sein, um sich Gold zu sichern. Eng angelegte Wendungen, sehr flüssige Linien und ein genial springender Colour White machten es möglich – Sally Zwiener konnte sich den Sieg in der Salzburger Meisterschaft Jugend sichern. Silber ging somit an Emma Brandis mit Tissa Noblesse und Bronze an Verena Eckschlager mit Beda.

Die offene Abteilung dieser Standardspringprüfung der Klasse A war wieder fest in der Hand unserer italienischen Gäste. Den Sieg sicherte sich Cornelia Grass mit Kildalton Jaque, der dritte Rang ging an Laura Lafolger mit Elfy. Den italienischen Doppelsieg verhindert hat die Salzburger Meisterin der Jugend, Sally Zwiener sicherte sich mit ihrem Colour White den zweiten Rang in dieser Prüfung.

 

Senioren

Die dritte Entscheidung des Tages war jene der Senioren. Diese wurde ausgetragen in einer Standardspringprüfung der Klasse L in zwei Umläufen. Das Zwischenergebnis nach dem ersten Tag ließ spannende Titelkämpfe erwarten. Drei Herren gingen strafpunktfrei in die Entscheidung, nämlich Hausherr Gerbert Essl, Helmut Schönleitner sowie Josef Maier. Dicht dahinter lauerten aber mit jeweils einem Abwurf am Konto bereits Christof Katzelberger und Franz Maier.

Der erste Umlauf brachte zwei fehlerfrei Runden. Josef Maier konnte mit seinem Schimmelwallach MS Cento ohne Fehler bleiben und übernahm somit die alleinige Zwischenführung in der Meisterschaft. Ebenfalls strafpunktfrei im ersten Umlauf blieb Christof Katzelberger mit Leandro CK. Gerbert Essl verbuchte mit LeMarr einen Abwurf, somit lagen nach dem ersten Umlauf Christof Katzelberger und Gerbert Essl ex-aequo am zweiten Zwischenrang.

Christoph Katzelberger überzeugte auch im zweiten Umlauf mit seinem Leandro CK und zeigte wiederum eine fehlerfreie Runde, somit war das Gesamtresultat für ihn vier Fehlerpunkte. Auch Gerbert Essl lieferte eine souveräne Runde ab, doch der letzte Sprung wurde ihm zum Verhängnis. Die Stange fiel, das bedeutete ein Endergebnis von acht Fehlerpunkten. Als letzter Reiter kam Josef Maier mit MS Cento in die Bahn und wiederum galoppierten die beiden ohne Fehler über die Hindernisse, somit war ihnen der Meistertitel sicher. Das bedeutete Silber für Christof Katzelberger und Bronze für Gerbert Essl.

Was die Runde des frischgebackenen Meisters der Senioren wert war, zeigt das Ergebnis der offenen Abteilung der Standardspringprüfung der Klasse L, diese konnte nämlich Josef Maier mit MS Cento ebenfalls für sich entscheiden. Der zweite Rang ging nach Tirol an Lisa Greiderer mit Calman. Der dritte Platz war einmal mehr in italienischer Hand mit Verena Kreil und Cinca.

 

Junioren & Young Rider

In einer Standardspringprüfung der Klasse LM in zwei Umläufen wurden sowohl die Salzburger Landesmeisterschaften der Junioren sowie der Jungen Reiter entschieden.

Nach dem ersten Teilbewerb der Junioren, einer Standardspringprüfung der Klasse L, war das Feld dicht beieinander. In Führung mit null Strafpunkten waren Sarah Ehgartner und Valentina Schiessl, mit einem Abwurf folgten Cathy Zwiener und Lena Brugger, und mit acht Fehlerpunkten aus dem ersten Teilbewerb lauerte Miriam Berger knapp dahinter.

Miriam Berger eröffnete mit Captain Morgan 2 den ersten Umlauf und verzeichnete  zwei Abwürfe. Lena Brugger kam nicht optimal in den schwierigen Parcours hinein und musste 12 Fehlerpunkte hinnehmen. Als dritte Starterin zeigte Cathy Zwiener und Con Picasso eine ansehnliche Runde, ein Flüchtigkeitsfehler bedeutete vier Strafpunkte für die beiden. Valentina Schiessl und ein genial springender Caillou konnten ohne Fehler bleiben und somit die alleinige Zwischenführung übernehmen, da Sarah Ehgartner und Turbostella einen Abwurf auf ihr Konto verbuchen mussten. Somit war alles offen und ein spannender zweiter Umlauf garantiert.

Dieser zweite Umlauf wurde eröffnet von Lena Brugger und Ready Steady Semilly, die beiden beendeten die Meisterschaft am fünften Endrang. Als nächstes in der Bahn war Miriam Berger mit ihrem Captain Morgan 2, und die beiden zeigten eine wunderschöne fehlerfrei Runde und beendeten die Meisterschaft somit mit 16 Gesamtfehlerpunkten. Cathy Zwiener wiederholte ihr Resultat aus der ersten Runde von vier Fehlerpunkten und hatte somit gesamt 12 Fehlerpunkte in der Meisterschaft. Nun kam Sarah Ehgartner mit Turbostella in die Bahn, den beiden passierten im zweiten Umlauf leider drei Abwürfe, dies bedeutete – ebenso wie Miriam Berger – 16 Gesamtfehler. Als letzte Starterin mit bis dahin weißer Weste kam nun Valentina Schiessl, sie hatte es somit in der Hand, den Sieg in der Meisterschaft nach Hause zu reiten. Mithilfe ihres wiederum genial springenden Caillou gelang das Meisterstück, wiederum ohne Fehler bedeutet null Gesamtfehler in der Meisterschaft und somit die Goldmedaille für die beiden. Silber ging an Cathy Zwiener mit Con Picasso, doch die Entscheidung um Bronze musste im Stechen zwischen Miriam Berger und Sarah Ehgartner fallen.

Miriam Berger eröffnete mit ihrem Captain Morgan 2 das Stechen, die zwei zeigten wiederum eine schöne Runde, doch am letzten Sprung passierte das Missgeschick, die Stange fiel und somit vier Fehlerpunkte. Somit musste Sarah Ehgartner nur fehlerfrei bleiben, um die Bronzemedaille zu erobern. Doch ein Fehler früh im Stechen zwang Sarah mit Turbostella, aufs Tempo zu drücken.  Mit vollem Risiko kamen die beiden zum letzten Sprung, und auch bei ihnen fiel hier die Stange. Somit war klar, Bronze geht an Miriam Berger.

Bei den Young Ridern nahmen drei junge Damen die finale Standardspringprüfung der Klasse LM mit zwei Umläufen in Angriff. Nach dem ersten Teilbewerb lag Elisa Muhrer klar in Führung mit nur 1,50 Fehlerpunkten am Konto. Auf Rang zwei folgte Nicole Rieger mit 20,75 und am dritten Platz Denise Ziack.

Somit eröffnete Denise den ersten Umlauf mit ihrer Jenna 4, doch die beiden erwischten keinen guten Tag heute. Als zweite Starterin in der Bahn zeigte Nicole Rieger mit California XI eine ansehnliche Runde mit nur einem Flüchtigkeitsfehler. Elisa Muhrer bewies Nervenstärke und blieb im ersten Umlauf fehlerfrei mit ihrer Athene 5.

Der zweite Umlauf wurde eröffnet von Nicole Rieger, ein Missverständnis an der zweifachen Kombination bedeuteten am Ende nochmal vier Fehlerpunkte. Elisa Muhrer und Athene 5 zeigten eine weitere schöne Runde, ein Abwurf und somit gesamt in der Meisterschaft  5,50 Fehlerpunkte bedeuteten für die beiden die Goldmedaille. Silber bei den Young Ridern ging somit an Nicole Rieger.

Die offene Abteilung der Standardspringprüfung der Klasse LM war heiß umkämpft, am Ende hatte ein Routinier die Nase vorne. Christian Juza im Sattel seines bewährten Luidor 4 schnappte sich den Sieg, knapp vor der Tirolerin Anna Rantner mit Inspector Gadget. Auch die Ränge drei bis sechs gingen nach Tirol, genauer gesagt an den Reiterhof zum Penz. Auf Rang drei fand man Fritz Kogelnig jun mit BG Unbreakable, gefolgt von Theresa Widauer mit Kleons Quicksilver, Rang fünf wiederum an Fritz, diesmal mit BG Granata, und der sechste Platz nochmal an Theresa mit M1. 

 

Allgemeine Klasse

Die Entscheidung in der Salzburger Landesmeisterschaft der Allgemeinen Klasse wurde ausgetragen in einer Standardspringprüfung der Klasse S* in zwei Umläufen. Nach dem ersten Teilbewerb deutete alles auf sehr spannende Titelkämpfe hin, immerhin 4 Reiter starteten ohne Vorbelastung in den finalen Bewerb, 2 Reiter mit jeweils einem Abwurf und 5 Reiter mit 2 Abwürfen am Konto. Dementsprechend schwer war die Aufgabe, die der Parcourchef Andreas Baischer und seine Helfer in die Bahn stellten. Schwierige Folgen und Linien von Beginn weg, enge Wendungen, eine dreifache Kombination in Richtung der Zuschauer sowie als letzter Sprung eine mächtige blaue Mauer forderten den Aktiven alles ab.

Wie schwer der Parcours tatsächlich war, zeigte sich spätestens nach dem ersten Umlauf. Keinem der Teilnehmer gelang eine fehlerfreie Runde, am besten lief es noch für Matthias Hartl, Christian Juza, Claudia Neureiter und Georg Brötzner mit jeweils einem Abwurf.

Im zweiten Umlauf zollten viele der Reiter dem schweren Parcours Tribut und verzichteten auf einen Start. Somit waren nur mehr fünf Aktive im Rennen um die Medaillen. Die Ausgangslage zeigte sich wie folgt: In Führung lagen mit vier Gesamtfehlerpunkten Christian Juza und Matthias Hartl, dicht gefolgt von Georg Brötzner mit acht Gesamtfehlerpunkten, am vierten Zwischenrang lag Claudia Neureiter mit zwölf Gesamtfehlerpunkten und am fünften Zwischenrang die einzige Amateur-Reiterin in diesem Finale der Salzburger Landesmeisterschaften Allgemeine Klasse, Melanie Pölzleitner mit 16 Gesamtfehlerpunkten.

Melanie Pölzleitner eröffnete den zweiten Umlauf mit ihrer Carrera 47. Die beiden zeigten wie schon im ersten Umlauf eine wirklich ansprechende Runde, sie verzeichneten nur zwei leichte Fehler in diesem schweren Parcours, und das im erst fünften S-Springen der jungen Stute. Als zweite Starterin in die Bahn kam Claudia Neureiter mit Lassergut Moon de Reis. Das Duo konnte sich von Parcours zu Parcours in dieser Meisterschaft steigern und in diesem finalen Umlauf blieben sie strafpunktfrei und konnten somit die nachfolgenden Herren gehörig unter Druck setzen. Georg Brötzner mit seinem Loriano B mussten wie schon im ersten Umlauf einen Fehler auf ihrem Konto verbuchen und somit lagen Claudia und Georg mit zwölf Gesamtfehlerpunkten gleichauf. Nun kam Christian Juza mit seiner Lady Like 25 in die Bahn und einmal mehr bewies er seine Klasse und Nervenstärke. Punktgenau pilotierte er seine Stute über die Sprünge und schaffte eine wunderschöne strafpunktfreie Runde. Als letzter Starter war nun der Kuchler Matthias Hartl an der Reihe, und das Heimpublikum fieberte mit. Doch es sollte nicht sein, zwei Fehler musste Matthias mit seinem Amicello Franco auf seinem Konto verbuchen und hielt nun bei zwölf Gesamtfehlerpunkten – ebenso wie Claudia Neureiter und Georg Brötzner.

Somit war klar, der Kampf um die Goldmedaille war entschieden und mit Christian Juza wurde ein mehr als würdiger Meister gekrönt. Die Entscheidung um Platz zwei und drei hingegen würde erst in einem Stechen fallen. Nach kurzen Umbauarbeiten war es soweit und Claudia Neureiter mit Lassergut Moon de Reis eröffneten das Stechen. Doch das Glück war nicht auf ihrer Seite und sie mussten leider zwei Abwürfe hinnehmen. Georg Brötzner und sein langjähriger Partner Loriano B hingegen konnten eine flüssige fehlerfrei Runde zeigen, jedoch ließen die beiden in der Wendung auf den vorletzten Sprung einige Zeit liegen. Das war die Chance für Matthias Hartl und Amicello Franco. Unter dem  Jubel des Publikums blieb er fehlerfrei und konnte Georg Brötzner zwei Sekunden abnehmen – das bedeutete Silber für Matthias Hartl und Bronze für Georg Brötzner.

Dass es dieses S* Springen richtig in sich hat, zeigte sich auch in der offenen Abteilung. Nur zwei Reitern gelang eine strafpunktfreie Runde und einmal mehr zeigte sich, dass Kuchl ein guter Boden für die Tiroler ist. Der Sieg ging an den Kitzbühler Christoph Obernauer mit der flinken Kleons Jet Set, gefolgt von Theresa Widauer mit dem überragend springenden Qualino Z. Am dritten Platz mit der schnellsten Vier-Fehler-Runde fand man nochmal den Sieger der Prüfung Christoph Obernauer, diesmal mit der schicken Fuchsstute Amitage. Auch Platz vier blieb in Tirol, Fritz Kogelnig jun mit BG Unbreakable konnte diesen erobern.


Alle Ergebnisse auf www.horse-events.at

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